
[ Ernährung des Baumes ]
Der Baum bildet seine zum Leben notwendigen Aufbaustoffe selbst. Dazu nimmt der Baum durch zahllose Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter Kohlenstoffdioxid aus der Luft und durch die Wurzeln Wasser und anorganische Stoffe aus dem Boden auf. Das Kohlenstoffdioxid und das Wasser werden in den Blättern mit Hilfe des Blattgrüns und des Sonnenlichts als Energiequelle zu Zucker und Stärke umgewandelt. Der dabei freiwerdende Sauerstoff wird durch die Spaltöffnungen der Blätter wieder an die Luft abgegeben. Die Umwandlung der vom Baum aufgenommenen anorganischen, körperfremden Stoffe in organische, körpereigene Stoffe nennt man Assimilation. Da diese Umwandlung nur bei Licht, d.h. nur am Tage stattfindet, nennt man diesen Vorgang auch Photosynthese. Aus dem Zucker und der Stärke bildet der Baum weitere körpereigene, organische Stoffe, erst Glukose, dann Zellulose, Lignin, Harze und Fette. Dazu benötigt er verschiedene im Bodenwasser gelöste Grundstoffe bzw. Nährstoffe, die durch die Wurzeln aufgenommen werden. Solche Grundstoffe sind z.B. Stickstoff, Phosphor, Silicium, Schwefel, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Zur Umwandlung von Zucker und Stärke wird Sauerstoff benötigt, den der Baum durch die Rinde und die Zellen der Wurzeln aufnimmt. Dabei wird Kohlenstoffdioxid abgegeben. Diesen Vorgang nennt man auch Dissimilation oder Atmung. Die Dissimilation findet vornehmlich nachts statt. Dabei wird vom Baum kein Sauerstoff abgegeben, sondern aufgenommen. ![]() Die Aufnahme des Wassers und der in ihm gelösten Mineralsalze erfolgt hauptsächlich durch die Saugkraft der Wurzeln bzw. den Wurzeldruck. Durch die Verdunstung, der sog. Transpiration, des Wassers in den Blättern entsteht ein Sog, der das Bodenwasser durch die Leitzellen des Splintes, dem Xylem, bis zu den Blättern und Nadeln hochzieht. Der Wassertransport wird zusätzlich durch Diffusion und Osmose sowie durch Kohäsions- und Kapillarkräfte unterstützt. In den Bastzellen, dem Phloem, werden die körpereigenen Aufbaustoffe zu den Wachstumszonen und in die Speicherzellen der Wurzeln, des Stammes und der Äste geleitet. Die Aufbaustoffe werden vom Baum zur Zellbildung bzw. zum Wachstum gebraucht. Dieses Wachstum läuft nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten in den Wachstumszonen, insbesondere im Kambium, ab. ![]() (Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, www.bml.de) |
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