Buchsbaum
Buchsbaum

(Buxus sempervirens)


Der Baum
Die Bezeichnung Buchsbaum wird für mehrere schwere Hölzer von sehr feiner, gleichmäßiger Struktur und blaßgelber Farbe verwendet. Strenggenommen bezeichnet der Name die Arten der Gattung Buxus. Der europäische Buchsbaum (B. sempervirens) ist von Großbritannien bis Iran auf einzelne Gegenden beschränkt. Andere Buchsbaumarten sind in Asien und Südafrika beheimatet. Der europäische Buchsbaum erreicht allenfalls eine Höhe von 12m und damit die Größe eines kleinen Baumes. Sein Holz wird in Form von kurzen Abschnitten gehandelt, deren Durchmesser oft nur 10-20 cm beträgt.

Das Holz
Buchsbaum hat eine charakteristische gelbe Farbe und gehört zu den Handelshölzern mit der feinsten Struktur. Der Faserverlauf ist gerade oder - häufiger - unregelmäßig, vor allem in Holz aus ungeraden Stämmen. Es ist schwer und selbst getrocknet gerade schwimmfähig.

Technische Eigenschaften
Buchsbaum muß sehr schonend getrocknet werden, wenn eine Rißbildung vermieden werden soll; der Gebrauchswert des getrockneten Holzes hängt von seinen Bearbeitungseigenschaften ab. Buchsbaum eignet sich hervorragend zum Drechseln und erlaubt beim Schnitzen eine bemerkenswerte Detailgenauigkeit, so daß es ein ausgezeichnetes Holzschnittmaterial abgibt.

Verwendung
Schon in der Bibel und der klassischen Literatur des Altertums werden aus Buchsbaum hergestellte Kämme, Schreibtafeln und ähnliche Gegenstände erwähnt. In neuerer Zeit wird Buchsbaum vor allem für Holzschnittblöcke, Maßstäbe und Weberschiffchen verwendet. Obwohl es nur in kleinen Mengen zur Verfügung steht, ist das Holz heutzutage wohlbekannt, da es zu kleinen Drechslerarbeiten wie Schachfiguren, Korkenziehern und gelegentlich zu Werkzeuggriffen verarbeitet wird.

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